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Wissenswertes über Nierensteine. Bitte unbedingt lesen!

Wissenswertes über Nierensteine. Bitte unbedingt lesen!Wissenswertes über Nierensteine. Bitte unbedingt lesen!

Nierensteine können je nach Größe, Form und Position des Nierensteins unterschiedliche Krankheitszeichen verursachen. Kleine Steine oder griesartige Körner sind meist unproblematisch. Durch gesteigerte Trinkmengen können sie wieder aus den Harnwegen herausgespült werden. Größere Steine, die den Harndurchfluss in den Harnwegen versperren, können dagegen heftigste Schmerzen verursachen. Wenn das Nierenbecken oder der Harnleiter durch einen Stein blockiert und/oder kommen die Steine in Bewegung und rutschen in die Harnleiter, kann es auch zu einer gefürchteten Kolik kommen.

 

Was sind Nierensteine eigentlich?

Als Nierensteine bezeichnet man auskristallisierte Bestandteile des Urins, die sich in den Nieren, im Nierenbecken und in den ableitenden Harnwegen bilden können. Erst wenn sie in den Harnleiter wandern, lösen Nierensteine Schmerzen wie starke Krämpfe an den Flanken, begleitet von Übelkeit und Erbrechen (Nierenkolik) aus. Die Ursache für Nierensteine ist eine Übersättigung des Harns mit steinbildenden Substanzen.

  • Wie behandelt man Nierensteine?

 

Nierensteine – Ursachen

Nierensteine entstehen, wenn bestimmte Substanzen im Urin in zu hoher Konzentration vorliegen. Zu den Ursachen der Übersättigung des Harns mit steinbildenden Substanzen gehören:

  • erhöhte Urinkonzentration aufgrund von Flüssigkeitsmangel und Austrocknung (starkes Schwitzen), Tropenklima oder chronischen Darmerkrankungen
  • vermehrte Ausscheidung steinbildender Substanzen (wie Kalzium, Phosphat, Oxalat, Harnsäure) und verminderte Ausscheidung nicht-steinbildender Substanzen (Magnesium, Citrat)
  • Störungen des Kalziumstoffwechsels, zum Beispiel aufgrund einer Überfunktion der Nebenschilddrüsen mit vermehrter Kalziumausscheidung
  • Störungen des Harnsäurestoffwechsels mit vermehrter Harnsäureausscheidung, die entweder auf Enzymdefekten beruhen, oder durch purinhaltige Ernährung (Fleisch!), Alkoholmissbrauch oder Zerfall von Tumorgewebe begünstigt werden
  • Urin mit einem pH-Wert von weniger als 5,5 (bei Harnsäuresteinen) oder mehr als 7,0 (bei Phosphatsteinen)

 

Nierensteine – Behandlung

Bei bereits aufgetretenen Symptomen richtet sich die Behandlung der Nierensteine nach der aktuellen Situation. Die Behandlung einer akuten Nierenkolik erfolgt mit krampflösenden und schmerzstillenden Medikamenten und einer Infektion mit Antibiotika. Bei zwei Dritteln der Betroffenen gehen die Nierensteine (Harnsteine) spontan ab. Bei größeren Steinen oder Komplikationen gibt es mehrere Möglichkeiten der Nierensteinentfernung.

 

Nierensteine – Entfernung

Es gibt folgende Möglichkeiten die Nierensteine zu entfernen:

  • Medikamentöse Therapie hilft dabei, die Harnsäuresteine wie sie bei der Gicht auftreten, aufzulösen. Nierensteine lassen sich durch Medikamente zur Entsäuerung des Urins auflösen. Bei der gleichteitigen Gabe von harnsäuresenkenden Tabletten wird auch die Ernährung auf purinarme Kost umgestellt.
  • Extrakorporale Stoßwellenlithotripsie (ESWL) wird eingesetzt, um die Steine in der Niere oder am Anfang des Harnleiters durch Stoßwellen von außen zu zertrümmern. Auf diese Weise erzeugte kleinere Teile können dann mit dem Urin abgehen.
  • Spiegelung von Harnleiter und Niere (Ureterorenoskopie) und Entfernen des Steines mit einer Fasszange oder einem Körbchen bzw. das Zerkleinern des Steins mittels Laser oder Ultraschall.
  • Direkte Punktion der Niere über die Haut unter Ultraschall- und Röntgenkontrolle und Zertrümmern des Steines vor Ort.
  • Offene Operation ist zwar nur noch sehr selten erforderlich, aber ermöglicht  meist gleichzeitige Korrektur anatomischer Fehlbildungen wie Engen des Harnleiters.
Übelkeit Erbrechen Nierensteine Übersättigung des Harns Nierenkolik erhöhte Urinkonzentration

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