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Winterdepression. Ursachen und Behandlung!

Winterdepression. Ursachen und Behandlung!Winterdepression. Ursachen und Behandlung!

Wenige Sonnentage, grau verhangener Himmel, Nieselregen und Kälte, der deutsche Herbst und Winter präsentiert sich gerne von seiner dunkelsten Seite. Wer möchte sich da nicht im Bett verkriechen, Winterschlaf halten und erst im Frühjahr wieder hervor kommen? Doch während einigen sonnigen Gemütern die Kälte und das Grau nur wenig anhaben können, leiden andere Menschen stark unter dem Entzug von Sonnenlicht und Wärme. Sie fühlen sich schwermütig, antriebslos und melancholisch; ein Fall von Winterdepression.

 

Die Winterdepression

Depressive Verstimmungen, die sich in den Herbst und Wintermonaten äußern, werden als Winterdepression oder saisonal-affektive Störung bezeichnet. Die Winterdepression ist Jahreszeiten abhängig und wird zu den rezidivierenden depressiven Störungen gezählt. Sie äußert sich durch Schwermut, Melancholie, Energie und Antriebslosigkeit und in manchen Fällen auch Ängstlichkeit. Im Gegensatz zu einer nicht Jahreszeit abhängigen Depression werden zusätzlich verlängerte Schlafphasen, Gewichtszunahme und Heißhunger auf Kohlenhydratreiche Nahrung festgestellt.

  • Was ist Winterdepression?

  • Was hilft bei Winterdepression?

Warum tritt eine Winterdepression auf?

Der im Herbst und Winter durch verkürzte Tage, lange Nachtstunden und häufig Wolken verhangenen trüben Himmel fehlende Einfall von Tageslicht kann den biologischen Rhythmus des Menschen stören. Die menschliche Netzhaut nimmt Licht auf und regt somit den Serotonin-Melatonin- Stoffwechsel an. Bei starkem Lichteinfall wird das Gehirn auf den aktiveren Tagesrhythmus eingestellt, das stimmungsaufhellende Serotonin wird vermehrt ausgeschüttet, die Bildung des schlafbedürfnissteigernden Melatonins dagegen wird unterdrückt. Verlängert sich die Zeit der Dunkelheit in der kalten Jahreszeit wird die Ausschüttung des Hormons Serotonin verringert und die Bildung von Melatonin auch tagsüber begünstigt. Die Folge sind Müdigkeit, Antriebslosigkeit und depressive Symptome.

Depressive Symptome

Der Unterschied zwischen der saisonalen Winterdepression und der Jahreszeit unabhängigen Depression ist folgender:

  • Depression – Schlaflosigkeit bzw. verringertes Schlafbedürfnis, Appetitverlust, Gewichtsabnahme
  • Winterdepression – vermehrtes Schafbedürfnis, Verlängerung der Schlafphase, gesteigerter Appetit vor allem auf Süßes und Kohlenhydrate allgemein, Gewichtszunahme

Die Gemeinsamkeiten liegen in den Symptomen der Stimmungsschwankungen, Energie- und Antriebslosigkeit, melancholisch gedrückter Stimmungslage, Lustlosigkeit und Rückzug in Einsamkeit.

Was tun gegen eine Winterdepression?

  • Aktiv werden und jede Sonnenstunde nutzen – Bewegung und Aufenthalt im Freien sind wichtig, ganz besonders in der dunklen Jahreszeit, wenn die Gefahr einer Winterdepression droht. Je öfter und länger man sich im Winter im Freien aufhält, umso mehr Tageslicht kann durch die Netzhaut aufgenommen und zur Serotoninbildung beitragen.
  • Die Lichttherapie – Um den biologischen Tagesrhythmus wieder herzustellen und somit die Bildung von Serotonin anzuregen, sollte der Körper mehr Licht ausgesetzt werden. Dies kann durch eine Lichtquelle ab 2.500 Lux geschehen. Die Lichttherapie zielt darauf ab, den Tag künstlich zu verlängern. Es wird empfohlen dem Körper morgens und abends im Dunklen mit der Lichtquelle Tageslicht zu suggerieren. Wichtig ist der Einfall des Lichtes auf die Netzhaut.
  • Antidepressiva – Der Einsatz einer medikamentösen Behandlung kann in schweren Fällen notwendig werden. Antidepressiva, die generell zur Behandlung einer Depression eingesetzt werden, kommen hier zur Anwendung. Hauptsächlich kommen selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRIs) zum Einsatz.
  • Pflanzenheilkunde – wer die chemische Keule nicht anwenden will, kann unter ärztlicher Kontrolle mit echtem Johanniskraut gute Therapieerfolge erzielen.
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