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Was steckt hinter Karpaltunnelsyndrom?

Was steckt hinter Karpaltunnelsyndrom? Was steckt hinter Karpaltunnelsyndrom?

Wenn die Finger kribbeln, sich taub anfühlen oder weh tun, dann leiden Sie vielleicht unter einem Karpaltunnel-Syndrom (KTS). 10 Prozent der Erwachsenen in Deutschland sind betroffen, Frauen dreimal häufiger als Männer.

 

 

  • was verursacht karpaltunnelsyndrom?

Was ist ein Karpaltunnelsyndrom?

Als Karpaltunnelsyndrom bezeichnet man ein Nerven-Engpass-Syndrom des Handwurzelkanals, der sich auf der Innenseite der Hand den Übergang zwischen dem Unterarm und der Hand bildet und die Handwurzelknochen dabei eine halboffene Rinne formen. Nach oben hin wird diese von einer Bindegewebsplatte (Retinaculum flexorum) begrenzt. Das Retinaculum flexorum spannt sich dazu wie ein Dach über die knöcherne Mulde. In dem so gebildeten Kanal verlaufen die Sehnen der Fingerbeugemuskulatur gemeinsam mit dem Medianusnerv.

Karpaltunnel-Syndrom – Ursachen

Zu den Ursachen eines Karpaltunnelsyndroms gehören Verletzungen, hormonelle Störungen, erlbliche Faktoren oder andere Erkrankungen. Bei keiner konkreten Ursache sprechen Mediziner von einem "idioathischen Karpaltunnelsyndrom".

Zu den bekanntesten Ursachen und Auslöser eines Karpaltunnelsyndroms gehören:

  • Verletzung in der Nähe des Handgelenks, insbesondere nach einem Speichenbruch (distale Radiusfraktur).
  • Schilddrüsenüber- oder -unterfunktion Diabetes und Übergewicht
  • chronische Nierenschwäche (Niereninsuffizienz)
  • hormonelle Veränderungen mit vermehrten Wassereinlagerung in die Gelenken
  • körperliche Arbeit
  • dauerhaft hohe Belastung des Handgelenks durch Bewegung
  • Vererbung

Karpaltunnel-Syndrom - Behandlung

Da der Nerv im Handgelenk und die Muskeln des Daumenballens auf Dauer Schaden nehmen, kann sich der Zustand des Handgelenks nur verschlimmern. Es ist aus diesem Grund empfehlenswert, gleich zu reagieren. Es empfiehlt sich Ruhigstellung mit einer Nachtschiene und einem Stützverband tagsüber. Das sollte eine kurzfristige und erste Hilfe sein, wenn der Arzt den Entzündungshemmer Kortison ins Handgelenk spritzt. Die Therapie wird dabei mit schmerz- und entzündungshemmenden Tabletten ergänzt. Manchen Patienten hilft zusätzliche Kältetherapie, anderen hilft Wärme besser. Wenn es zu keinerlei Besserung kommt, wird der behandelnde Arzt eine OP anordnen.

Karpaltunnel-Syndrom – Operation

Beim Karpaltunnelsyndrom stehen den Chirurgen für die Operation zwei verschiedene Techniken zur Verfügung:

  • offene Operation, die in sogenannter Leitungsanästhesie (Betäubung der Nerven, die Arm und Hand versorgen) oder in Vollnarkose durchgeführt werden kann,
  • minimal-invasiver (endoskopischer) Eingriff

Der Arzt durchtrennt die bindegewebige Platte, die den Nervenkanal nach oben begrenzt und entlastet so den Medianusnerv von der Druckbelastung. Gegebenenfalls entfernt der Arzt zudem vorhandene Weichteiltumoren oder verdicktes Sehnengleitlagergewebe. Nach der Operation ist eine sofortige die Rehabilitation mit Bewegungsübungen notwendig, wobei die Belastung der Hand nur langsam zunehmen darf. Für einen Zeitraum von etwa vier bis sechs Wochen sind für Betroffene  schwere manuelle Tätigkeiten ein absolutes Tabu-Thema.

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