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Trockenerbsen – jedes Böhnchen ein Tönchen und jedes Erbschen ein....

Trockenerbsen – jedes Böhnchen ein Tönchen und jedes Erbschen ein....Trockenerbsen – jedes Böhnchen ein Tönchen und jedes Erbschen ein....

"Jedes Böhnchen ein Tönchen und jedes Erbschen ein Pferzchen" besagt ein geflügeltes Wort.
Nun was hat das mit Trockenerbsen zu tun? Und worin liegen die Unterschiede zwischen frischen Erbsen und Trockenerbsen? Kommen Sie mit auf eine spannende Reise durch die Geschichte des Erbsenzeitalters.

 

Die Geschichte der Erbse

Funde belegen, dass die Erbse schon seit knapp zehntausend Jahren angebaut wird und somit zu einer der ältesten Kulturpflanzen gehört. Die ältesten Ausgrabungen wurden in Siedlungen auf dem fruchtbaren Halbmond gemacht. Auf deutschem Boden gehörte die Erbse auch auf den Speiseplan der ältesten Ackerbauern der Bandkeramischen Kultur, die in der Jungsteinzeit mit dem Übergang von Jäger- und Sammlerkulturen zu den wahrscheinlich immigrierten, ältesten Bauern mit domestizierten Tieren und Pflanzen und permanenten Siedlungen zählen. Obwohl der Erbsenanbau weite Verbreitung fand, findet die Erbse kaum Erwähnung in geschichtlichen Aufzeichnungen und scheint außer als Nutz- und Nahrungspflanze keine Wirkung als Heilpflanze gehabt zu haben.

  • Wozu werden Trockenerbsen angewendet?

  • Was enthalten Trockenerbsen?

Die Erbse und alte Bräuche

Erbsensuppe ist als Totenspeise heute noch Bestandteil des Leichenschmauses oder der Totenwache. Der Verzehr von Erbsen in der Karwoche und den Rauhnächten allerdings, ließ mögliche Todes oder Unglücksfälle vorausahnen. Die Totengeister verehrend wurde in Böhmen Erbsenmus zu Heilig Abend ausgestreut. Andererseits galt die Erbse auch als Bringer von Fruchtbarkeit. So wurden in Ostpreußen die Schweine zu Neujahr mit Erbsen gefüttert oder Säcke mit Erbsen an Obstbäume geschlagen. Das Bewerfen eines Brautpaares mit Erbsen oder Erbsen als Hochzeitsspeise sind Traditionen, die bewahrt blieben und vielen noch bekannt sein sollten. Auf die Geschichte des Erbsenbären, der zu germanischer Zeit den Donnergott Thor, Donar verkörperte, geht der Brauch zurück am Donnerstag Erbsensuppe zu essen.

Die Trockenerbse

Bis weit in das 17. Jahrhundert hinein wurde die Erbse nur in getrockneter Form als Trockenerbse hauptsächlich zu Mus verarbeitet zum Essen gereicht. Erst im Laufe des 17. Jahrhunderts kamen Neuzüchtungen wie die Zuckererbse zum rohen und grünen Verzehr auf. Trockenerbsen wurden in den vergangenen hundert Jahren durch Techniken der Konservierung und Tiefkühlung frischer Erbsen vom Speiseplan weitestgehend verdrängt. Erst die Rückkehr zur vollwertigen Ernährung verschafft der Trockenerbse neue Beachtung. Heute gibt es rund 250 verschiedene Erbsensorten von denen ein großer Teil als Ackererbse in der Tierernährung oder als Gründünger verwertet wird. Marker- und Zuckererbsen können roh gegessen, konserviert und eingefroren werden. Nur die Schalerbsensorten eignen sich zur Verwendung als Trockenerbsen.

Inhaltsstoffe der Trockenerbse

Die geschmacklich intensiven Trockenerbsen enthalten mehr sekundäre Pflanzenstoffe als frisch verarbeitete Erbsen und die festere Schale enthält viele wertvolle Ballaststoffe. Die Welternährungsorganisation erklärte das Jahr 2016 zum "Internationalen Jahr der Hülsenfrüchte" nicht ohne Grund, denn Hülsenfrüchte wie Erbsen sind reich an:

  • Eiweiß – Versorgung mit lebenswichtigen Aminosäuren bei durch vegetarische und vegane Ernährung bedingtem Verzicht auf tierische Proteine
  • löslichen Ballaststoffen – cholesterinsenkend, wirken gegen Blutzuckerschwankungen, Sättigungsgefühl bei Diäten, darmanregend
  • Mineralstoffen und Vitaminen – helfen bei der Entgiftung und Entsäuerung des Körpers
  • Saponine - antibiotische, cholesterinsenkende, krebshemmende Fänger freier Radikale,
  • Anthocyane – entzündungshemmend, gefäβschützend, antioxidativ
  • und nahezu fettfrei

Gesundheitsfördernde Wirkung

Aufgrund der vielen wertvollen gesundheitsförderlichen Inhaltsstoffe sollte der Trockenerbse wieder mehr Beachtung geschenkt werden. Der regelmäßige Verzehr von Trockenerbsen kann im Rahmen einer vollwertigen, gesunden Ernährung:

  • vor Herzkrankheiten schützen
  • die Blutzuckerwerte von Diabetikern regulieren
  • den Cholesterinspiegel senken
  • bei einer Entgiftung von Kopfschmerz und Asthma auslösenden Sulfiten wirken
  • die Verdauung anregen und die Darmflora stärken
  • den Körper bei fleischfreier Ernährung mit lebensnotwendigen Aminosäuren versorgen

Fazit

Trotz gastreibender und blähender Wirkung sollte die Trockenerbsen wieder häufiger in unseren Speiseplan aufgenommen werden. Das kann lecker sein und in keinem Fall schaden. Traditionell werden Erbsen in der deutschen Küche noch heute zur Zubereitung von wohlschmeckender Erbsensuppe verwendet. Delikate Versionen bieten auch die umfangreicheren orientalischen Rezepte.

 

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