2 618 Erfahrungsberichte für Medikamente, Supplemente und Kosmetik
10 946 Produkte in 205 Kategorien

Serotonin Spiegel – Das hormonelle Stimmungsbarometer

Serotoninspiegel saniteraSerotoninspiegel sanitera

Meist als Glückshormon bezeichnet, ist das Serotonin ein wichtiger Botenstoff im menschlichen Gehirn, der bei der Signalübertragung eine bedeutende Rolle übernimmt. In einigen Nahrungsmitteln, aber vor allem im Kakao enthalten, empfinden viele Menschen den Verzehr von Schokolade als tröstend und stimmungsaufhellend.

Doch Vorsicht, für Schokoladeliebhaber gibt es schlechte Nachrichten: das im Kakao der Schokolade enthaltene Serotonin kann die Blut-Hirn-Schranke nicht überwinden, weshalb die stimmungsaufhellende Wirkung von Schokolade eher auf hohen Kohlenhydratgehalt zurückzuführen ist.

 

Was ist Serotonin?

Serotonin ist ein Gewebshormon und Neurotransmitter, das heißt ein Botenstoff, der bestimmte Reize von einer Nervenzelle auf andere Zellen überträgt. Serotonin beeinflusst die Regulierung verschiedener Vorgänge im Organismus. Serotonin selbst kann der Körper nicht herstellen, es muss im Gehirn aus der Aminosäure Tryptophan gebildet werden. Diese Aminosäuren sind unter anderem in Lebensmitteln wie Kakao, Bananen, Datteln oder Feigen vorhanden.

  • Wie wirkt Serotonin im Körper?

  • Was tun bei Serotoninmangel?

Die Wirkung von Serotonin

Serotonin ist verantwortlich für eine ganze Reihe von Vorgängen im menschlichen Körper, es kommt im Zentralnervensystem, Magen-Darm-System, Herz-Kreislauf-System, im Auge und im Blut vor. Aufgrund seiner Bedeutung für den Organismus wird in der Pharmakologie auf Wirkstoffe, die vordergründig die Serotoninrezeptoren beeinflussen, gesetzt.

Serotonin im Magen-Darm-System

Im Verdauungstrakt übernimmt das Hormon motorische und sensorische Funktionen. Von der Darmschleimhaut freigesetztes Serotonin aktiviert verschiedene Rezeptoren des Darmnervensystems und führt zu einer aufeinander abgestimmten, abwärts gerichteten Welle aus Kontraktion und Relaxation der Darmmuskulatur, der Darmperistaltik. Die sensorische Funktion des Serotonins besteht unter Beteiligung des Nervus Vagus in der Auslösung von Übelkeit und Erbrechen und der Schmerzweiterleitung an aus dem Verdauungstrakt an das Gehirn.

Serotonin im Auge

Im Auge reguliert Serotonin über die Auslösung verschiedener Rezeptoren den Augeninnendruck über die Steuerung der Kammerwasserproduktion im Auge und eine Öffnung oder Schließung des Pupillenverengermuskels.

Serotonin und die Blutgerinnung

Die für die Blutgerinnung wichtigen, auch Blutplättchen genannten, Thrombozyten tragen Serotoninrezeptoren und dienen gleichzeitig der Speicherung und Freisetzung von Serotonin. Durch die Verstärkung der durch andere Botenstoffe hervorgerufenen Ballung der Thrombozyten fördert Serotonin die Blutgerinnung und reduziert den Blutstrom in kleineren Gefäßen zur besseren Wundheilung.

Serotonin und das Herz-Kreislauf-System

Die komplexe Wirkung von Serotonin im Herz-Kreislauf-System bezieht sich auf die Kontraktion und die Relaxation der glatten Muskulatur von Blutgefäßen, wodurch Serotonin über das Zentralnervensystem den Blutdruck und den Blutgefäßtonus steuern kann.

Serotonin und das zentrale Nervensystem

Im Zentralnervensystem erfüllt das Serotonin Aufgaben, die sich direkt auf die menschliche Befindlichkeit auswirken. Serotonin beeinflusst:

  • Die Stimmung
  • Den Schlaf-Wach-Rhythmus
  • Den Appetit
  • Schmerz
  • Das Sexualverhalten
  • Die Temperaturregulation

Auswirkung von Serotoninmangel

Serotoninmangel zeigt sich hauptsächlich in depressiver Stimmung, Angst, Aggression oder gesteigertem Appetit. In Zusammenhang mit depressiven Veränderungen geraten auch der Schlaf-Wach-Rhythmus, die Körpertemperatur, das Sexualverhalten, das Schmerzempfinden aus dem Gleichgewicht. Das Entstehen von Migräne wird begünstigt.

Serotoninüberschuss

Das sogenannte Serotoninsyndrom entsteht meist durch Wechselwirkungen mit Medikamenten und zeigt sich durch:

  • Unruhe, Angstzustände und Erregungszustände
  • Erhöhte Muskelspannung
  • Muskelzuckungen und Zittern

 

Serotonin neurotransmitter gewebshormon Serotoninspiegel Serotoninsyndrom

Wie ist Ihre Meinung dazu?

Wählen Sie eine Bewertung.
Bewertung:

Inhalt des Erfahrungsberichtes korrekt eingeben [min. 60 Zeichen]

Bitte Ihren Name korrekt eintragen!Ihr Name:

Kommentar zur Bewertung
Ihr Name:
Meinemedi.de ist die unabhängige Informations- und Bewertungsdatenbank mit 2 618 Erfahrungsberichten von Arzneimitteln, Nahrungsergänzungsmitteln und Kosmetik 10 946 Produkte in 205 Kategorien.