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Schwindel - Wenn man das Gleichgewicht verliert

Schwindel - Wenn man das Gleichgewicht verliertSchwindel - Wenn man das Gleichgewicht verliert

Alles dreht sich, der Boden schwankt, ein Sog zieht nach unten – Probleme mit dem Gleichgewicht äußern sich vielfältig und haben zahlreiche Ursachen. Ob morgens beim Aufstehen, beim Bücken oder auf einer längeren Autofahrt: Schwindel (Vertigo) ist ein komplexes Phänomen, das in den verschiedensten Situationen auftreten kann.

Allgemein gesagt, es entsteht Schwindel, wenn sich die Informationen, die verschiedene Sinnesorgane aufgenommen haben, widersprechen. Schwindel ist ein Alarmzeichen des Gehirns, ein Hinweis darauf, dass etwas in dem System, das unser Gleichgewicht regelt, gestört ist. Außergewöhnliche, aber an sich harmlose Reize wie etwa eine schnelle Karussellfahrt können das Gleichgewichtssystem kurzfristig irritieren.

  • Was verursacht Schwindelgefühle?

  • Was tun bei Schwindelgefühl?


Bestimmte Krankheiten beeinträchtigen jedoch seine Funktion manchmal nachhaltig. Dabei handelt es sich häufig um Erkrankungen im Innenohr, wo das Gleichgewichtsorgan sitzt, oder um Störungen im Gleichgewichtszentrum im Gehirn. Infrage kommen außerdem Nervenentzündungen, Gefäßprobleme, Herz-Kreislauf-Störungen, Stoffwechselerkrankungen oder psychische Leiden. Auch natürliche Abnutzungserscheinungen im Alter spielen eine Rolle.

Die Ursachen für Schwindel oder Schwindelanfälle

  • eine ungewohnte Sinnesreizung (wie bei der Reisekrankheit oder Höhenangst),
  • psychische Belastungen oder Stress
  • Muskelverspannungen im Nacken- und Schulterbereich,
  • ein Schaden am Gleichgewichtsnerv oder am Gleichgewichtsorgan im Ohr,
  • übermäßiger Alkoholkonsum,
  • bestimmte Migräneattacken(sog. vestibuläre Migräne),
  • Durchblutungsstörungen im Gehirn (z.B. durch Arterioskleroze oder beim Schlaganfall)
  • und Augenerkrankungen mit Sehstörungen. 

Bei Schwindel treten neben den wahrgenommenen Scheinbewegungen praktisch immer weitere Symptome auf: So kann ein Schwindelgefühl

  • mit einer Unsicherheit beim Stehen und Gehen,
  • mit Übelkeit, Erbrechen und Ohrensausen
  • sowie mit einer gestörten Funktion der Augenmuskulatur (Nystagmus, Augenzittern)

einhergehen.

Diese Symptome können sowohl vorübergehend (episodisch) als auch andauernd (chronisch) auftreten.

Die typischen Arten von Schwindel

  • Der Attackendrehschwindel ist ein plötzlicher und heftiger Schwindel, der nur Sekunden oder wenige Minuten dauert. Typisch bei diesem Schwindel ist ein starkes Drehgefühl mit Fallneigung und manchmal auch Übelkeit.
  • Ein anhaltender Drehschwindel hält stunden- bis tagelang an und geht mit Fallneigung, Augenzittern, Übelkeit und Erbrechen einher.
  • Beim Lagerungsschwindel entsteht der Schwindel typischerweise durch seitliches Neigen des Kopfs. Keine andere Form der Vertigo ist bei Erwachsenen häufiger als der gutartige Lagerungsschwindel (auch: benigner paroxysmaler Lagerungsschwindel).
  • Der Schwankschwindel ist mit Stand- und Gangunsicherheiten und hoher Fallneigung verbunden; Übelkeit und Erbrechen sind bei dieser Form von Schwindel eher selten.

Hinter einem akuten Schwindelanfall steckt oft ein gutartiger Lagerungsschwindel. Dieser klingt meist spontan innerhalb von Tagen bis Wochen ab, durchschnittlich nach einem Monat. Besteht jedoch der Verdacht, dass es sich um einen anderen Typ von Schwindel handelt, oder kehren die Schwindelanfälle wieder, ist ein Arztbesuch unbedingt ratsam.

Übelkeit Schwindel Erbrechen Gleichgewicht Vertigo

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