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Prämenstruelles Syndrom – Das allmonatliche Frauenleiden!

Prämenstruelles Syndrom – Das allmonatliche Frauenleiden!Prämenstruelles Syndrom – Das allmonatliche Frauenleiden!

Das Prämenstruelles Syndrom, kurz PMS, ist ein Leiden exklusiv nur für Frauen; aus Emanzipationsgründen könnte auf diese Spitzfindigkeit wertgelegt werden. Doch auf PMS mit all seinen Symptomen hätte die Damenwelt mit Sicherheit gerne verzichtet, schon weil die Anerkennung der vielfältigen Beschwerden als Krankheit sich nur sehr zögerliche durchgesetzt hat.

Die Ärzteschaft war skeptisch und betrachtete die Krankheit lange Zeit als eingebildet; könnte es sein, dass ein Großteil der Gutachter Männer waren? Man darf ja wohl mal fragen.

 

  • Was heißt PMS?

  • Was tun bei PMS-Syndrom?

Was ist PMS?

Als Prämenstruelles Syndrom werden Beschwerden bezeichnet, die sich in der zweiten Hälfte des monatlichen Zyklus der Frau in dem Zeitraum von 14 bis 4 Tagen vor der Regelblutung mit der Gelbkörperreifung bemerkbar machen. Meist verschlimmern sich die Symptome bis zum Einsetzen der Regelblutung und verschwinden dann. PMS gehört zu den häufigsten gynäkologischen Beschwerdebildern, die in schweren Fällen zur zeitweiligen Arbeitsunfähigkeit und zur Belastung sozialer, familiärer und geschäftlicher Beziehungen führen können.

Welche Symptome hat PMS?

Ein Viertel aller Frauen leidet unter mehr oder weniger stark ausgeprägten Befindlichkeitsstörungen, die sich negativ auf die Lebenssituation der betroffenen Frauen auswirken. Die Medizin kennt rund 150 körperliche und psychische Beschwerdebilder.
Körperliche Symptome sind unter anderem:

  • Wasseransammlungen im Gewebe
  • Erschöpfungssymptome, Kreislaufbeschwerden und Übelkeit
  • Durchfall und Unterbauchkrämpfe
  • Schmerzhafte Spannungen vor allem in den Brüsten
  • Erhöhte Sensibilität gegen Reize wie Lärm, Gerüche oder Stress
  • Schmerzen im Rücken und den Geschlechtsorganen
  • Kopfschmerzen oder Migräne
  • Bildung von latenten Entzündungsherden im Körper

Zu den auftretenden seelischen Symptomen zählen zum Beispiel:

  • Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit, Aggressivität, Angstzustände und grundloses Lachen oder Weinen
  • Verringertes Selbstwertgefühl und ein Gefühl der Überforderung
  • Antriebslosigkeit oder Ruhelosigkeit

Welche Ursachen sind verantwortlich für PMS?

Die Ursachen des Prämenstruelles Syndroms konnte trotz intensiver Forschungen bisher nicht genau geklärt werden. Ein eindeutiger Zusammenhang besteht in der hormonellen Umstellung, wenn in der Zeit zwischen Eisprung und dem Einsetzen der Regelblutung der Progesteronspiegel steigt und gleichzeitig die Östrogenausschüttung abfällt. Das komplizierte Zusammenspiel der Geschlechtshormone mit den Aktivitäten anderer Hormone und Nervenbotenstoffen wird als multifaktorielle Ursache für PMS verantwortlich gemacht. Diskutiert werden auch Einflüsse wie ein verminderter Melatonin-Spiegel, veränderte Schilddrüsenwerte und Lebensgewohnheiten wie Ernährung und Bewegung. Als nahezu bewiesen gilt heute, dass zu viel Zucker, Koffein, Alkohol sowie Nikotin gepaart mit zu wenig Bewegung das prämenstruelle Syndrom fördern.

Die Diagnose von PMS

Mit einer ausführlichen Anamnese muss PMS durch eine körperlichen Untersuchung und Hormonanalyse von anderen Beschwerden abgegrenzt werden. Der Beginn der Wechseljahre oder Erkrankungen der Schilddrüse zum Beispiel können ähnliche Symptome hervorrufen.

Gibt es Behandlungsmöglichkeiten bei PMS?

Starke Beschwerden können medikamentös mit hormonellen Verhütungsmitteln, die den Eisprung verhindern behandelt werden. Schmerzmittel mit dem Wirkstoff Acetylsalicylsäure oder Ibuprofen können zur Linderung der Schmerzen eingesetzt werden. Acetylsalicylsäure wird als Blutverdünner nicht empfohlen, wenn die Betroffenen unter starken Regelungen leiden. Stimmungsaufhellende Präparate können bei seelischen Problemen und ausschwemmende Mittel (Diuretika) wie Kalzium, Vitamin E helfen Wasseransammlung im Gewebe zu behandeln. Nebenwirkungsarme pflanzliche Arzneimittel wie Mönchspfeffer oder Johanniskraut sind ebenfalls sehr beliebt. Empfehlenswert sind neben der medikamentösen Behandlung eine gezielte Ernährungsumstellung, Sport und das Erlernen von Entspannungsübungen.

Regelblutung Menstruation Befindlichkeitsstörungen PMS Prämenstruelles Syndrom

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