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Nierenbeckenentzündung - starkes Krankheitsgefühl und Schmerzen beim Wasserlassen. Wann zum Arzt?

Nierenbeckenentzündung - starkes Krankheitsgefühl und Schmerzen beim Wasserlassen. Wann zum Arzt?Nierenbeckenentzündung - starkes Krankheitsgefühl und Schmerzen beim Wasserlassen. Wann zum Arzt?

Als Nierenbeckenentzündung (Pyelonephritis, PN) bezeichnet man eine bakterielle Infektion des Nierenbeckens in dem sich der Urin zur Weiterleitung an die Harnblase sammelt. Sie ist meist durch eine aufsteigende Infektion verursacht. Die Erreger wandern über die Harnröhre, Blase und Harnleiter bis zum Nierenbecken hinauf und lösen einen Infekt aus. Nierenbeckenentzündung betrifft  dabei Frauen aufgrund ihrer relativ kurzen Harnröhre häufiger als Männer.

 

Nierenbeckenentzündung – Ursachen

Die häufigste Ursache für eine Nierenbeckenentzündung sind Bakterien, die Nieren auf zwei Wegen erreichen: über das Blut und aufsteigend aus dem Harntrakt. Die Bakterien, die über die Harnwege in die Nieren gelangen, stammen zumeist aus dem Dickdarm. Bei falscher oder unzureichender Analhygiene sowie beim Geschlechtsverkehr gelangen die Bakterien in die Harnleiter.

  • Was verursacht Nierenbeckenentzündung?

  • Was hilft gegen Nierenbeckenentzündung?

Auch Nierensteine und Verengungen, Tumore oder Prostatavergrößerung sind wegen der Hinderung des Abfließens von Harn, eine Ursache für Nierenbeckenentzündungen.  So kann es zur Vermehrung von Bakterien im gestauten Urin, die dann über die Harnleiter in das Nierenbecken wandern.

Zu den häufigen Ursachen einer Nierenbeckenentzündung gehören:

  • Bakterien, zu 90 Prozent Escherichia coli aus dem Dickdarm
  • Urinstau bzw. behinderter Harnabfluss durch Nierensteine, Verengungen der ableitenden Harnwege, Tumore, Vergrößerung der Gebärmutter bei der und der Prostata beim Mann, Querschnittslähmung
  • Verwendung eines Blasenkatheters
  • geschwächtes Immunsystem
  • angeborene Nieren- und Harnwegsanomalien
  • Medikamentenmissbrauch oder dauerhafte Einnahme von Schmerzmitteln
  • Unreife oder missgebildete Nieren bei Säuglingen und Kleinkindern
  • Nicht ausgeheilte akute Nierenbeckenentzündungen
  • Ständige Reizungen der Niere und Harnwege (zum Beispiel durch Dauerkatheter)
  • Chronischen Erkrankungen, wie Gicht, Bluthochdruck und Diabetes.

Nierenbeckenentzündung - Symptome

Eine akute Nierenbeckenentzündung ist meistens an einem starken Krankheitsgefühl, Abgeschlagenheit, Fieber und Klopfschmerzen an der betroffenen Körperseite zu erkennen. Selten betrifft die Infektion die Nierenbecken. Außerdem bereitet akute Nierenbeckenentzündung Schmerzen beim Wasserlassen, der Harndrang ist dabei häufig und heftig.

Die chronische Nierenbeckenentzündung hat dagegen einen symptomarmen bis symptomlosen Verlauf oder ruft nur unspezifische Krankheitszeichen hervor. Zu den Symptomen einer chronischen Nierenbeckenentzündung gehören zum Beispiel Magen-Darm-Beschwerden, ein hoher Blutdruck oder Gewichtsverlust.

Nierenbeckenentzündung - Behandlung

Grundsätzlich empfiehlt es sich bei einer akuten Nierenbeckenentzündung mit Fieber und deutlichem Krankheitsgefühl Bettruhe, reichliche Flüssigkeitszufuhr und eine eiweißarme und leichte Kost. Eine antibiotische Therapie ist anschließend erforderlich. Nur so werden die Erreger sinnvoll bekämpft und ihre weitere Ausbreitung und die damit verbundenen Schäden und Komplikationen verhindert. Zum Einsatz kommen sogenannte Cephalosporine, Acylaminopenizilline und Carboxypenizilline.

Man sollte schon bei starkem Krankheitsgefühl, auffälligen Veränderungen beim Wasserlassen sowie druckempfindlicher Nierengegend zum Arzt gehen, um den Verdacht auf eine Nierenbeckenentzündung untersuchen zu lassen. Nach entsprechender Diagnose wird eine entsprechende Behandlung eingeleitet.

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