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Muskelkater durch das Zerreißungsphänomen. Was hilft dabei?

Muskelkater durch das Zerreißungsphänomen. Was hilft dabei?Muskelkater durch das Zerreißungsphänomen. Was hilft dabei?

Erhebt sich die Couch-Potato aus dem Winterschlaf, um nach langer Pause wieder dem Sport zu frönen, ist nicht gesteigerte Aktivität und Vitalität die Folge sondern meist nur fürchterlicher Muskelkater. Warum das so ist, erfahren Sie hier.

 

Was ist Muskelkater?

Der Muskelkater macht sich nach übermäßiger oder ungewohnter körperlicher Belastung, die mit dem überbeanspruchen einzelnen Muskelgruppen einhergeht, in Form von Muskelschmerzen bemerkbar. Der Schmerz tritt nicht unmittelbar nach der Aktivität auf sondern erst einige Stunden später.

  • Was verursacht Muskelkater?

  • Was hilft bei Muskelkater?

Ursachen des Muskelkaters – veraltete Annahme

Frühere Theorien gingen von einer Übersäuerung der Muskulatur durch Milchsäure (Laktate) aus. Diese Annahme wurde widerlegt, denn Laktat hat nur eine Halbwertzeit von 20 Minuten, Muskelkater tritt jedoch erst Stunden nach der Normalisierung des Laktatspiegels auf. Zudem müsste Muskelkater demnach verstärkt nach Aktivitäten mit hohen Laktatwerten auftreten. Tatsächlich wird Muskelkater aber gehäuft nach Muskeltraining bemerkt, bei dem weniger Laktate gebildet werden.

Die wirkliche Ursache des Muskelkaters

Muskelkater tritt auf, wenn ein untrainierter Muskel durch plötzliche Aktivität überlastet wurde. Durch diese Überbeanspruchung treten feine Mikrorisse, das sogenannte Zerreißungsphänomen auf, in denen sich Ödeme bilden. Die Fasern des betroffenen Muskels schwellen an und verursachen den als Muskelkater wahrgenommenen Dehnungsschmerz.

Symptome des Muskelkaters

Muskelkater zeichnet sich durch einen Muskelschmerz aus, der erst mehrere Stunden nach der körperlichen Überlastungssituation auftritt und sich innerhalb ca. 24 Stunden nach dieser Überlastung verstärkt. Die betroffene Muskulatur verliert kurzzeitig an Dehnungsfähigkeit und wirkt steifer. Nach dem erreichten Schmerzhöhepunkt, der meist am zweiten Tag liegt, nehmen die Muskelschmerzen immer weiter ab.

Was passiert bei Muskelkater?

Werden durch eine ungewohnte Arbeitsbelastung, dem Beginn einer neuen Sportart oder Trainingsumstellung wenig beanspruchte Muskeln plötzlich stark belastet, kann es zu dem bereits angesprochenen Zerreißungsphänomen kommen. Der Körper ist nun umgehend bestrebt, die minimalen Risse in der Muskulatur zu reparieren und den Muskel an die neue Beanspruchungssituation anzupassen und zu stärken. Ein regelmäßiges Training der Muskulatur führt zu einer Anpassung und Gewöhnung des Muskels und zum Ausbleiben von Muskelkater.

Die Behandlung von Muskelkater

Muskelkater sollte als ein, auf eine Verletzung hinweisendes, Warnsignal des Körpers gedeutet werden und mit einer Trainingspause auskuriert werden. Ein Arztbesuch ist nicht notwendig; stattdessen kann die betroffene Muskulatur ruhig gestellt, gekühlt und hochgelagert werden.
Von starken Massagen ist abzusehen, sanftes massieren hingegen wirkt durchblutungsfördernd und ebenso wie Wärme entspannend. Leichte Bewegung kann das regenerieren der Muskulatur unterstützen.
Die „verkaterte“ Muskulatur regeneriert sich innerhalb von zwei bis drei Wochen vollständig.

Die Vorbeugung von Muskelkater

Die Sportmedizin empfiehlt folgende Richtlinien zur Vorbeugung von Muskelkater:

  • Aufwärmen und Dehnen: vor dem Sport ist nach dem Sport; die Muskulatur sollte vor und nach dem Sport gedehnt werden. Aufwärmübungen und eine langsames Auslaufen nach dem Training sind ratsam.
  • Durchblutung fördern: durchblutungsfördernde Mittel können vor dem Sport auf die Muskulatur aufgetragen werden.
  • Keine Selbstüberschätzung: die sportlichen Einheiten sollten den individuellen Trainings Status angepasst sein. Aufbautraining ist besser als Hau-Ruck-Aktionen.

Viel Spaß beim Trainieren!

 

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