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Kaffee – legales Aufputschmittel, Muntermacher oder Heilmittel?

Kaffee – legales Aufputschmittel, Muntermacher oder Heilmittel?Kaffee – legales Aufputschmittel, Muntermacher oder Heilmittel?

„Nicht ohne meinen Kaffee“ wäre wohl der Titel eines Buches, das allmorgendlich in vielen Haushalten geschrieben wird. Die Beantwortung der Frage: „wie komme ich ohne Kaffee aus dem Bett und zum Kaffeeautomaten“ ist essential und hausfriedensbestimmend. Doch was tut die Droge Kaffee mit uns und warum haben wir das Gefühl ohne Kaffee nicht auf die Beine zu kommen?

 

Der Kaffee und seine Herkunft

Bereits im 9. Jahrhundert in Schriften erwähnt, gilt Äthiopien als Ursprungsland des Kaffees von wo aus er ungefähr 5 Jahrhunderte später vermutlich von Sklavenhändlern nach Arabien gebracht wurde und von dort aus seinen Siegeszug in die ganze Welt antrat. Erst ab 1645 wurden erste Kaffeehäuser in verschiedenen europäischen Städten errichtet. Das Privileg des Kaffeetrinkens war aufgrund der hohen Kaffeepreise vorerst der Aristokratie vorbehalten doch in der Mitte des 18. Jahrhunderts etablierte sich das Trinken von Kaffee auch in den ärmeren Schichten, die den Kaffeegenuss als etwas Besonderes zu speziellen Anlässen zelebrierten. Heute ist der Kaffee neben schwarzem Tee des Deutschen liebstes Getränk.

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Der Kaffeeanbau

Das koffeinhaltige Getränk wird aus den Samen der Früchte der Kaffeepflanze hergestellt. Die sogenannten Kaffeebohnen werden nach der Ernte getrocknet, gerösteten und gemahlenen und mit heißem Wasser aufgebrüht zu dem Kaffeegetränk verarbeitet. Hauptsächlich werden die Sorten Arabica und Robusta aber auch Liberica und Excelsa angebaut. Zum Gedeihen benötigen Kaffeesträucher ein nicht zu trockenes, mildes, ausgeglichenes Klima ohne große Temperaturschwankungen. Nach der Ernte, die nach der „Picking-Methode“ oder der „Stripping-Methode“ durchgeführt wird und damit die Qualität des Endproduktes maßgeblich beeinflusst, werden die getrockneten und aufbereiteten rohen Kaffeebohnen durch Rösten genießbar gemacht.

Der Kaffeekonsum

Abgegrenzt zu Ersatzkaffeearten kann bei der Zubereitung zwischen Filterkaffee, der ganzen Kaffeebohne, Kaffeepads und löslichem Kaffee unterschieden werden. Verschiedene landestypische, kulturell-traditionelle oder auf persönlichen Geschmack basierende Aufgussverfahren bestimmen zusammen mit der Kaffeeart den Geschmack des Endproduktes im Wesentlichen.

Die widersprüchliche Wirkung des Kaffees

Auf der einen Seite wird Kaffee eine muntermachende, aufputschende Wirkung nachgesagt auf der anderen Seite kann Kaffeekonsum aber auch genau das Gegenteil bewirken. Es wird vermutet, dass das im Kaffee vorhandene Koffein Adenosin-Rezeptoren blockiert und indirekt die Dopamin Ausschüttung vermehrt. Das führt zu der aufmunternden und konzentrationsfördernden Wirkung von Kaffee. Bis zur Ausschüttung des Dopamins vergehen ungefähr 15 Minuten in dieser Zeit wirkt Kaffeegenuss durch bessere Durchblutung des Schlafzentrums beruhigend und schlaffördernd. Eine steigende Kaffeemenge kehrt den aufmunternden und konzentrationsfördernden Effekt um und zeigt mit Konzentrationsstörungen und Hyperaktivität die Symptomen des noch nicht genau geklärten Koffeinismus.

Die positive Wirkung von Kaffee

Nachdem viele Jahre lang die Schädlichkeit von Kaffeekonsum vertreten wurde, haben verschiedene umfangreiche Studien das negative Image von Kaffee widerlegen können.

  • Krebsschutz - Antioxidantien des Kaffees schützen Nierenzellen vor kanzerogenen Sauerstoffradikalen; sechs Tassen Kaffee täglich können das Brustkrebsrisiko bis zu 70
  • Prozent senken und vor Blasen- und Dickdarmkrebs und dem nicht melanomartigen Hautkrebs schützen.
  • Leberschutz - mehr als zwei Tassen Kaffee vermindern chronische Lebererkrankungen
  • Hautschutz - oxidative DNA-Schäden werden gesenkt und der Zellschutz erhöht
  • Verringerung des Depressionsrisikos
  • Aphrodisiakum – Koffein steigert die Lust am Geschlechtsverkehr, verstärkt den Orgasmus verstärkte und erhöht die Ejakulatmenge

Negative Wirkung von Kaffee

Ungewünschten Wirkungen des Kaffees treten nur bei übertriebenem Genuss des Getränkes auf. Folgende Symptome wurden beobachtet

  • Sodbrennen
  • Hyperaktivität – Unruhe, Schlaflosigkeit
  • Konzentrationsschwäche
  • Herzrasen
  • Angstzustände
  • Möglicherweise Erhöhung von Blutdruck und den Blutzucker
  • Anhängigkeit mit Entzugssymptomen wie Kopfschmerz, Reizbarkeit, Unzufriedenheit

 

 

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