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Die Postmenopause, das Ringen der Hormontherapie vs. Phytotherapie. Mehr Info hier!

Die Postmenopause, das Ringen der Hormontherapie vs. Phytotherapie. Mehr Info hier!Die Postmenopause, das Ringen der Hormontherapie vs. Phytotherapie. Mehr Info hier!

Das in der Phase nach der letzten Regelblutung, der Menopause die Hormonproduktion mehr oder weniger zum völligen Erliegen kommt, birgt für viele der betroffenen Frauen schwerste gesundheitliche Nebenwirkungen. Die körperlichen und psychischen Auswirkungen können so gravierend sein, dass medizinische Intervention notwendig wird.

 

  • Was kann man während der Postmenopause tun?

Typische Beschwerden der Postmenopause

Ist in der Postmenopause die Gestagen- und Östrogenproduktion auf ein Minimum reduziert, hat das massive gesundheitliche Auswirkungen.
Vermännlichung: Damenbart und schütteres Haar, aber auch Bauchfettanreicherung als Vorbote von Diabetes, Bluthochdruck und Fettstoffwechselstörungen
Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Östrogenmangel und ungünstige Veränderungen des Fett- und Zuckerstoffwechsels können zu Arteriosklerose, Durchblutungsstörungen, Herzinfarkt und Schlaganfall führen
Gelenkbeschwerden und Muskelabbau: ein sinkender Östrogenspiegel kann zur Schädigung der Gelenkknorpel und über die verringerte Freisetzung von Endorphin zum Absinken der Schmerzgrenze führen. Die Durchblutung von Muskeln und Gelenken nimmt ab und eine eingeschränkte Kollagenproduktion schädigt Muskeln und Gelenken zusätzlich.
Osteoporose: Der Östrogenmangel bewirkt das Ausbleiben des Knochenauf- und umbaus und macht die Knochen dadurch instabiler und brüchiger.
Reizbarkeit und Depressionen: Wird dem Körper die stimmungsaufhellende Wirkung des Östrogens entzogen, ist das seelische Gleichgewicht betroffen. Stimmungsschwankungen, Niedergeschlagenheit, Antriebslosigkeit, Nervosität, Reizbarkeit sogar Depressionen sind die Folge.
Sexualität: Das Austrocknen des Vaginalbereichs verursacht Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, die sexuelle Lust allgemein nimmt ab und kann zu Partnerschaftskonflikten führen.
Demenzerkrankung: Der veränderte Hormonspiegel beeinflusst auch die Versorgung des Gehirns mit Sauerstoff; Beeinträchtigungen des Gedächtnisses und der Konzentration sind die Folge.

Die Behandlungsmöglichkeiten während der Postmenopause

  • Hormonersatztherapie (Hormontherapie)
  • Phytotherapie
  • Traditionelle Chinesische Medizin

Die Hormonersatztherapie

Die Hormonersatztherapie findet Anwendung, wenn die Wechseljahresbeschwerden Krankheitscharakter ausbilden und die allgemeine Lebensqualität der Frau stark eingeschränkt ist.
Unterschieden wird zwischen der Monotherapie und der Kombinationstherapie.

  • Die Monotherapie setzt nur Östrogen ein und wird im Allgemeinen nur bei Frauen zur Anwendung gebracht, deren Gebärmutter entfernt wurde, da Östrogene das Wachstum der Gebärmutterschleimhaut stark anregen, was zu Gebärmutterkrebs führen kann.
  • Bei der Kombinationstherapie werden Östrogen und Gestagen eingesetzt und dadurch der akute Östrogenmangel, Begleitbeschwerden und zusammenhängende Krankheiten verhindert.

Schon nach maximal acht Wochen werden unter Anwendung der niedrigst wirksamen Dosierung alle Wechseljahresbeschwerden beseitigt oder merklich gelindert werden. Eine Wiederherstellung des Zyklus ist nicht das Ziel der Hormonbehandlung.

Zeitweilig wurde die Hormonersatztherapie sehr kontrovers diskutiert und vor allem beschuldigt, Brustkrebs zu verursachen. Neuere Studien gehen davon aus, dass die Hormone das Wachstum bestehender Tumore und auch noch unentdeckter Tumorzellen zwar beeinflussen aber die keine Neubildung von Tumoren verursachen.

Die Phytotherapie

Die Grundlage der Phytotherapie ist die Einnahme von Isoflavonen und Ligan, östrogenähnlichen Pflanzensubstanzen. Diese sogenannten Phytoöstrogene sind in verschiedenen Pflanzen enthalten und werden langfristig in optimierter Dosierung über die Nahrung oder durch spezielle Tees und Tabletten aufgenommen. Phytoöstrogene sind vor allem in Sojabohnen, Erdnüssen, Leinsamen, Hülsenfrüchten, Spargel, Haferflocken und Knoblauch enthalten. Auch Traubensilberkerze, Rotklee und Mönchspfeffer wird eine östrogenartige Wirkung bescheinigt. Johanniskraut wirkt stimmungsaufhellend. Die Effekte der Pflanzentherapie können nicht mit der Hormontherapie verglichen werden. Auch wissenschaftliche Studien konnten bisher nur eine sehr leichte Besserung bis gar keine Linderung feststellen. Aus diesem Grund eignet sich die Phytotherapie nur bei leichten Beschwerden oder Unverträglichkeit der Hormontherapie.

Die Traditionelle Chinesische Medizin

Diese natürliche Heilmethode ist über 2000 Jahre alt und entstand zu einer Zeit, als die allgemeine Lebenserwartung der Frauen noch vor dem Beginn der Menopause und Postmenopause lag. Ein entsprechendes Heilprogramm ist deshalb nicht überliefert. Die heutige Anwendung der traditionellen Chinesischen Medizin tastet sich erst an diese Neuzeitprobleme heran.

Der behandelnde Frauenarzt kann Vor- und Nachteile der verschiedenen Therapieformen im Detail darlegen und in Kenntnis der individuellen Krankengeschichte eine geeignete Therapie für Behandlung von Beschwerden in der Postmenopause vorschlagen.

 

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