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Borderline-Syndrom - emotional-instabile Persönlichkeitsstörung?!

Borderline-Syndrom - emotional-instabile Persönlichkeitsstörung?!Borderline-Syndrom - emotional-instabile Persönlichkeitsstörung?!

Das Borderline-Syndrom wird überwiegend bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen diagnostiziert und bezeichnet eine Störung der Psyche, die ganz anders ist als andere psychische Störungen. Der Betroffene ist wie zerrissen in sich selbst, orientierungslos genauso wie die Welt, in der wir leben.

 

Was ist Borderline-Syndrom eigentlich?

Als Borderline-Syndrom (Borderline-Störung) bezeichnet man eine Persönlichkeitsstörung, die von Medizinern auch als "emotional instabile Persönlichkeitsstörung" genannt wird. Menschen mit Persönlichkeitsstörungen zeigen anhaltende und weitgehend gleichbleibende Verhaltensmuster, die durch starre unangemessene Reaktionen in unterschiedlichen persönlichen und sozialen Lebenslagen gekennzeichnet sind. Für Personen, die unter einer Persönlichkeitsstörung leiden, ist erhebliches persönliches Leid charakteristisch. Auch die sozialen Beziehungen des Betroffenen sind so stark beeinträchtigt, dass seine berufliche und private Leistungsfähigkeit deutlich herabgesetzt ist.

  • Was verursacht Borderline?

Die ICD-10 (Internationale Klassifikation der Krankheiten) ordnet das Krankheitsbild den Persönlichkeitsstörungen zu und unterteilt es in zwei Varianten:

  • Emotional-instabile Persönlichkeitsstörung vom impulsiven Typ
  • Emotional-instabile Persönlichkeitsstörung vom Borderline-Typ

Boderline-Syndrom – Symptome

Zur Kernsymptomatik des impulsiven sowie des Borderline-Typs gehören:

  • aggressive Reaktionen bei Kritik und Zurückweisung
  • heftige emotionale Schwankungen, rasche Stimmungswechsel
  • mangelnde Bereitschaft, langfristige Handlungsstrategien zu verfolgen
  • Orientierung an kurzfristigem Erfolg
  • unüberlegtes Ausleben von Handlungsimpulsen
  • verminderte Fähigkeit, Impulse auch dann zu kontrollieren, wenn sie grundsätzlich als problematisch erkannt werden
  • verstärkte Neigung, sich in Konflikte zu verwickeln

Beim Borderline-Typus erweitern sich bereits genannte Symptome um folgende Symptome:

  • chronische Selbstmordphantasien, rasche Bereitschaft, mit Selbstmord zu drohen
  • Gefühl der inneren Leere
  • große Anstrengungen, Bezugspersonen daran zu hindern, sich abzuwenden. Droht Gefahr, verlassen zu werden, wird sogenanntes Beziehungsagieren
  • heftige Neigung, die Aufmerksamkeit von Bezugspersonen auf sich zu ziehen
  • intensive, aber unbeständige Beziehungen mit der Neigung, Bezugspersonen entweder zu idealisieren oder abzuwerten
  • krasse Wechsel in Selbstbild und Selbstwahrnehmung
  • krasse Wechsel langfristiger Zielsetzungen
  • Neigung zur Selbstverletzung
  • unreflektiertes Erleben und Ausagieren von Angst und Wut

Borderline-Syndrom – Behandlungsmöglichkeiten

Die Behandlung einer Borderline-Störung ist im Wesentlichen die Psychotherapie, die mit dem Einsatz von bestimmten Medikamenten ergänzt wird. Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Therapie ist die Erfassung von allen Aspekten und Ausprägungen der Erkrankung bei dem Patienten. Die zu behandelnden Aspekte werden der Wichtigkeit nach geordnet. Suizidgedanken oder -versuche sowie Gedanken oder Verhaltensmuster, welche den Fortgang der Therapie gefährden könnten, werden gründsätzlich vorrangig behandelt. Die weitere Ordnung ist von der individuellen Situation des Patienten abhängig. Unabhängig von Therapieform werden zwischen dem Patienten und dem Therapeuten bestimmte Therapievereinbarungen getroffen. Dazu gehören beispielsweise klare Regeln, die festlegen, wie mit Selbstmordabsichten oder Suizidversuchen, aber auch bei anderen Krisen umgegangen wird.

Es existieren verschiedene Therapieformen, die auf unterschiedliche Schwerpunkte der Erkrankung abzielen. Dazu gehören:

  • Dialektisch behaviorale Therapie (DBT)
  • Schematherapie / schemfokussierte Therapie (SFT)
  • Mentalisierungsbasierte Therapie (MBT)
  • Transference Focussed Therapy (TFP; übertragungsfokussierte Psychotherapie)
  • Medikamentöse Therapie
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