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Bluthochdruck – der stille Feind

Bluthochdruck – der stille Feind Bluthochdruck – der stille Feind

Bluthochdruck, auch Hypertonie genannt avanciert zur Volkskrankheit und nimmt einen Platz unter den zehn gefährlichsten Krankheiten der modernen Industrienationen ein. Das kommt nicht von ungefähr, denn jährlich erkrankten Millionen Menschen an Bluthochdruck bedingten Folgekrankheiten und nicht wenige sterben daran. Heimtückisch ist die schleichende Entwicklung der Krankheit und die durch entstehenden Folgeschäden.

 

Was ist Bluthochdruck

Blutdruck allgemein bezeichnet den Druck, den das Blut durch die Pumparbeit des Herzens auf die Wände der Blutgefäße ausübt. Blutdruck ist abhängig vom Gefäßtonus, der Elastizität der Gefäßwand und dem Pumpvolumen des Herzen. Ein Normaler Blutdruck wird im Bereich 120/80 mmHg gemessen und darf in Anpassung an körperliche Aktivität über Belastungs- und Ruhezeiträume hinweg schwanken. Liegen systolischer und diastolischer Blutdruckwert allerdings dauerhaft in einem Bereich über 140/90 mmHg wird von Bluthochdruck gesprochen.

  • Was verursacht Bluthochdruck?

  • Wie behandelt man Bluthochdruck?

Ursachen für Bluthochdruck

Nur zehn Prozent der Bluthochdruckerkrankungen werden durch andere Krankheiten ausgelöst, das heißt die sogenannte primäre Hypertonie ist die häufigste Form von Bluthochdruck. Noch immer ist die genaue Ursache für primären Bluthochdruck nicht bekannt, zu begünstigenden Risikofaktoren zählen:

  • Erblich bedingte Neigung zu erhöhtem Blutdruck
  • Übergewicht, vermehrtes Bauchfett
  • Bewegungsmangel, chronischer Stress
  • Hoher Salz- und Alkoholkonsum
  • Niedrige Kaliumzufuhr
  • Nikotinkonsum
  • Steigendes Alter
  • Metabolisches Syndrom (übergewicht, Diabetes Typ2 und hohe Blutfettwerte)

Die sekundäre Hypertonie kann unter anderem durch Nierenerkrankungen, Stoffwechselstörungen, Gefäßkrankheiten, Schlafapnoe, Medikamente oder Störungen im Hormonhaushalt ausgelöst werden. Als Sonderform ist hier auch der schwangerschaftsbedingte Bluthochdruck einzuordnen.

Bluthochdruck und seine Symptome

Im Frühstadium verläuft die Hypertonie meist unauffällig und symptomarm. In vielen Fällen wird der Bluthochdruck erst festgestellt, wenn Folgeerkrankungen behandlungsbedürftig werden. Eine Überprüfung des Blutdrucks ist angeraten, wenn folgende Symptome gehäuft auftreten:

  • Schwindelgefühl
  • Kopfschmerzen nach dem Aufwachen
  • Schlafstörungen wie Ein- und Durchschlafstörungen
  • Nervosität
  • Ohrensausen
  • Müdigkeit
  • Nasenbluten
  • Kurzatmigkeit
  • Rote Gesichtsfarbe mit sichtbaren Äderchen
  • Sehstörungen
  • Übelkeit

Folgen des Bluthochdruck

Infolge des permanent erhöhten Blutdruckes kommt es ins besondere in Hauptgefäßen zu gefährlichen Schäden an der Gefäßinnenwand. Ablagerungen wie Plaque und Kalk kleiden die Wände aus und verringern durch fortschreitende Versteifung die zur Blutdruckregulierung notwendige Elastizität der Gefäßwand. Einengungen behindern den Fluss des Blutstroms zusätzlich und erfordern verstärkte Herzarbeit.

Resultierende Folgekrankheiten

  • Herzkranzgefäßerkrankungen (Koronare Herzkrankheit), Herzinfarkt, Herzschwäche mit Ödembildung, Brustenge und Herzschmerzen (Angina pectoris)
  • Schlaganfälle
  • arterielle Verschlusskrankheit
  • Nierenversagen
  • Netzhautschäden und verringerte Sehstärke an den Augen

Diagnosemöglichkeiten

Eine gründliche körperliche Untersuchung und die Aufnahme der Patientengeschichte gehen allen Untersuchungen voraus. Aussagekräftige Blutdruckwerte werden durch mehrmalige Messungen zu unterschiedlichen Zeitpunkten erzielt. Bei Bedarf werden Langzeitmessungen durchgeführt und die Diagnose mit Urin- oder Ultraschalluntersuchungen, EKG und Augenhintergrundsspiegelung untermauert.

Behandlungsmöglichkeiten von Bluthochdruck

Die Behandlung von Bluthochdruck umfasst allgemeine Maßnahmen, die unter der aktiven Mitwirkung des Patienten umgesetzt werden können und bei leichter Hypertonie ausreichend sein können:

  • Ernährungsumstellung
  • Gewichtsreduzierung bei Übergewicht
  • Verzicht oder Einschränkung des Suchmittelkonsums (Rauchen und Alkohol)
  • Regelmäßige Bewegung und körperliche Belastung
  • Stressabbau durch Entspannungstechniken und Umstellung der Arbeitsroutine

In schwereren Fällen kann auf eine medikamentöse Behandlung nicht verzichtet werden. Übliche Präparate sind:

  • ACE-Hemmer und AT-1-Rezeptor-Antagonisten
  • Diuretika
  • Betablocker
  • Kalziumantagonisten bzw. Kalziumkanalblocker

Die Konsequente Durchführung und Fortsetzung der jeweiligen Therapieform ist die Voraussetzung für den Behandlungserfolg.

 

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