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Adipositas – die neue Volkskrankheit

Adipositas – die neue VolkskrankheitAdipositas – die neue Volkskrankheit

Adipositas ist eine Diagnose, die den Betroffenen zwar Gewissheit aber keine Erleichterung bringt, denn Menschen mit übermäßig hohem Gewicht leiden körperliche und seelische Qualen. Die aufgrund der Fettleibigkeit verursachten Krankheitsbilder und Diskriminierungen durch Mitmenschen lassen einfachste tägliche Aufgaben psychisch und physisch zur Belastungsprobe werden. Aufklärung und Sensibilisierung der Allgemeinheit können Adipositas Kranken neben gezielten Therapien den Umgang mit der Krankheit erleichtern.

 

Was ist Adipositas

Adipositas wird auch als Fettleibigkeit oder Obesitas und umgangssprachlich als Fettsucht bezeichnet. Es handelt sich um eine Erkrankung des Stoffwechsels, die mit stark ausgeprägtem Übergewicht, übermäßiger Vermehrung des Körperfettes und symptomatischen Begleit- und Folgeerkrankungen verbunden ist.

  • Was heißt Adipositas?

  • Welche Folgen hat Adipositas

Schweregrade der Adipositas

Die Fettleibigkeit wird diagnostisch in drei auf den Körpermasseindex (BMI) bezogene Schweregrade unterteilt und definiert sich durch den Bauchumfang und das Taille-Hüft-Verhältnis als Indikator der Körperfettverteilung.

Kategorie BMI (kg/m²)
Adipositas Grad I 30–34,9
Adipositas Grad II 35–39,9
Adipositas Grad III ≥ 40

Ursachen für Adipositas

Verschiedene Faktoren wirken sich begünstigend für das Auftreten von Adipositas aus. Dabei sind Überernährung und Bewegungsmangel fördernde Lebensbedingungen in den Industrieländern als Hauptgrund anzusehen.

  • Der Konsum großer Mengen an zuckerhaltigen Getränken und eine durch falsche und zu energiereiche Ernährung verursachte überschüssige Energiebilanz spielen bei der Entwicklung von Fettleibigkeit eine wichtige Rolle.
  • Erbliche Faktoren bestimmen nachweislich den Grundumsatz, die Effizienz der Nahrungsverwertung und das Muster der Fettverteilung.
  • Stoffwechselkrankheiten, wie Schilddrüsenunterfunktion und Essstörungen
  • Medikamenteneinnahme
  • Sitzende Tätigkeit, Geringe Bewegung
  • Frust, Trauer, Einsamkeit, Langeweile, Stress
  • Waren-Überangebot, ungeregelte Essenzeiten
  • Erziehung, der Zwang zum Aufessen
  • Ungesunde Nahrungsmittel und Zusatzstoffe: Fastfood, Fertiggerichte mit zu hohen Fett-, Salz- und Zuckergehalten, Geschmacksverstärker, Farb- und Geruchsstoffe
  • Werbung und Geschmacksprägung
  • Jo-Jo-Effekt nach Reduktionskuren

Folgen von Adipositas

Der menschliche Körper ist evolutionsbiologisch nicht dafür vorgesehen eine übermäßige Masse an Körperfett zu tolerieren. Aus diesem Grund weist Adipositas eine gravierende Anzahl an direkt und indirekt mit dem Übergewicht verbundenen und auch zu einem möglichen frühzeitigen Tod führenden Krankheiten auf.

  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Herzinfarkte
  • Diabetes mellitus
  • Schäden am Stütz- und Bewegungsapparat
  • Fettstoffwechselstörungen
  • Bluthochdruck
  • Wundheilungsstörungen
  • Reflux
  • Arteriosklerose, Arthrose, Gicht und degenerative Wirbelsäulenerkrankungen
  • Schlaganfälle
  • Brustkrebs
  • Gallenblasenerkrankungen
  • Schlafapnoe-Syndrom
  • Demenzerkrankungen

Nicht unentscheidend auf das Wohlbefinden der Adipositaspatienten wirken sich neben den körperlichen Erkrankungen auch die seelischen Schäden aus. Ausgrenzung, Diskriminierung, Mobbing und psychische Gewalt haben eine massive Beeinträchtigung des Selbstwertgefühls zur Folge und treiben viele Betroffene in eine traumatische seelische Lage.

Vorbeugung von Adipositas

Das eine ausgewogene, dem körperlichen Energiebedarf entsprechende Ernährung und körperliche Betätigung unverzichtbar sind für einen gesunden, vitalen und normalgewichtigen Körper, haben umfassende Studien ausreichend belegt. Die Vermeidung von Crash Diäten, übermäßigem Fastfood- und Fertigproduktekonsum und Stress sind hilfreiche Faktoren zur Vorbeugung von Fettleibigkeit. Jüngere Studien weisen auch daraufhin, dass ausreichend Schlaf von hoher Qualität maßgeblich für die Vermeidung von Übergewicht sein kann.

Behandlungsansätze bei Fettleibigkeit

Das primäre Ziel einer Adipositastherapie ist immer die Reduzierung des Gewichts durch kalorienreduzierte Nahrung und eine der gesundheitlichen Verfassung angepassten körperlichen Betätigung. Unterstützende oder weiterführende Maßnahmen sind:

  • Ernährungsberatung
  • Therapien – als Psychotherapie oder Familientherapie
  • Behandlung der Übergewicht bedingender Krankheiten
  • Medikamentöse Behandlung – in Deutschland zugelassen ist der Wirkstoff Orlistat zur Störung der Fettresorption
  • Adipositaschirurgie- bekannt sind unter anderem Magenband, Schlauchmagen, Magenbypass

 

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